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Kurztest: LZO-Komprimierung

Kurz nach meinem ausführlichen Benchmark der Kompressions­algorithmen 7z, bzip2, gzip und ZIP fand ich das Lempel-Ziv-Oberhumer-Verfahren (LZO). Es bekam mit dem gerade veröffentlichten Kernel 2.6.37 eine neue Rolle. Dank der überaus großen (De-)Kompressionsgeschwindigkeit komprimiert es nun den Arbeits­speicher­inhalt, wenn dieser beim Hibernate („Ruhezustand“) auf die Festplatte geschrieben wird. Das Ziel ist es, weniger Schreiboperationen zu erzeugen und somit das Schlafenlegen und Aufwachen zu beschleunigen.
Grund genug, diesen vielversprechenden Algorithmus auf meine Testdaten loszulassen!

Das nenne ich schnell!

Da die Testkonfiguration im letzten Artikel bereits ausreichend beschrieben ist, kommen wir gleich zum Ergebnis: Die gesamten 279,4 Megabyte waren in gerade einmal 5 Sekunden gepackt! Das ist etwa dreimal so schnell wie der bisherige Geschwindigkeitssieger gzip.

Und die Kompressionsrate?

Bei diesem Tempo kann man sich schon denken, dass die Kompressionsrate dementsprechend mager ausfallen muss. 85 Megabyte bleiben übrig, was eine Rate von ca. 3,3 ergibt. Trotzdem schneidet LZO in dieser Kategorie kaum schlechter ab als ZIP, welches siebenmal länger für den Datensatz benötigt.

Fazit

Im Fazit ist LZO also immer dann zu empfehlen, wenn Daten besonders schnell ge- und wieder entpackt werden müssen.

Meine Geschwindigkeitsempfehlung lautet schließlich LZO.

Wermutstropfen

Leider gilt auch bei LZO, wie schon beim Sieger 7z in der anderen Kategorie, dass der Algorithmus standardmäßig in Ubuntu nachinstalliert werden muss (Paket lzop) und damit nur bedingt für die Weitergabe an andere geeignet ist. Aber dafür ist dieses Verfahren wohl eh nicht gedacht.

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