Ein Blog von Eduard Dopler

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USEA #4 Beim Schließen des Deckels: nichts

Sonntag, 7. November 2010

Keine Aktion beim Laptop zuklappen

Man kennt es: Schnell mit dem Laptop an einen anderen Tisch umziehen. Also alle Sachen packen, den Notebook-Deckel schließen und am neuen Ort alles wieder öffnen. Standby/Ruhezustand? Der lohnt sich für diese kurze Zeit nun wirklich nicht. Also ist auch dies eine der Ubuntu-Standard-Einstellungen, die ich sofort nach einer Neuinstallation anpasse.

Ignorier es doch einfach!

Vor Ubuntu 10.04 Karmic war unsere Wunscheinstellung auch nur zwei Klicks entfernt; nämlich unter System → Einstellungen → Energieverwaltung. Dort fand man ein Dropdown-Menü, das einem die Wahl für „Beim Schließen des Deckels“ ließ.
Nun ja, auch im aktuellen Ubuntu gibt es dieses Feld, aber nicht die Option „Ignorieren“. Diese muss – man ahnt es bereits – manuell per gconftool gesetzt werden.

gconftool-2 -s /apps/gnome-power-manager/buttons/lid_ac -t string "nothing"

Warum nicht Bildschirm abdunkeln?

Warum man nicht einfach die Option „Bildschirm abdunkeln“ wählt? Weil bei dieser Option alle Ausgabegeräte abgedunkelt werden. Nehmen wir ein Szenario, bei dem ein externen Monitor an ein Notebook angeschlossen ist. Schließt man nun den Deckel, wird erst mal auch der Monitor schwarz. Die einfachste Möglichkeit, dieses Verhalten abzustellen, ist eben der oben genannte Einzeiler.

Simplicity rules!

An dieser Stelle muss ich wieder Kritik gegenüber dem Vereinfachungswahn von Canonical/GNOME äußern. Sicherlich ist es sinnvoll, dem Benutzer nur die Einstellmöglichkeiten zu lassen, die er braucht, um so die Dialoge einfach und effizient zu halten. Doch war diese zusätzliche Option wirklich unnötig? Meiner Meinung nach nicht. Ich vermute, dass es nicht so wenige Desktop-Replacement-Systeme mit externem Monitor gibt. Und eine Abwägung zwischen dem Erhalten oder Weglassen dieser Wahlmöglichkeit und dem dadurch geschaffenen Zwang, in den Tiefen der gconf-Einstellungen herumzuwühlen, hätte dazu führen sollen, die Option zu belassen. Just my two cents.

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USEA #1 GRUB-Wartezeit anpassen

Mittwoch, 3. November 2010

Grub-Logo von Karol Krenski

Meiner Meinung nach sind zehn Sekunden eine viel zu lange Zeit, die GRUB auf einen wartet, bevor der oberste Eintrag aus der Liste geladen wird. Natürlich kann man das durch ein Tippen auf beschleunigen, doch wäre es nicht komfortabler, wenn man nach dem Startknopf nicht mehr an den Rechner/die Tastatur muss und das System trotzdem schnell startet? Deswegen verkürze ich die GRUB-Wartezeit immer.

Konfiguration ändern

Bei GRUB ging es noch einfach über die Konfigurationsdatei. Für GRUB2 muss man diese anschließend noch einlesen lassen. Also zuerst die Datei /etc/default/grub anpassen: Der Wert hinter

GRUB_TIMEOUT=

muss auf die gewünschte Zeit in Sekunden gesetzt werden. Meines Erachtens reicht hier eine Sekunde. In der Regel startet man die zusätzlichen Kernel-Konfigurationen und Betriebssysteme ja selten genug, sodass man in einem solchen Fall auch direkt eingreifen, also eine Taste drücken, kann, damit der Timer stoppt.

Konfiguration übernehmen

Wie erwähnt muss seit Version 2 die Einstellung noch eingelesen und geschrieben werden. Das erledigt der folgende Befehl.

sudo update-grub

Nun sollte die gesamte passive Bootdauer um einiges kürzer sein.

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