Ein Blog von Eduard Dopler

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USEA #7 GNOME-Standardordner ändern

Freitag, 10. Dezember 2010

GNOMEs Standardordner sind praktisch: Die Verzeichnisse, die im Home-Ordner liegen und einen einschlägigen Namen haben, werden mit einem Emblem-ähnlichen Bild versehen, der sie z. B. als Videos-Ordner schneller auffindbar macht. Kann man den Ort, wo diese Verzeichnisse angelegt werden, auch ändern?

Man kann. Den Vorlagen- und Dokumenten-Ordner finde ich besonders nützlich, weil OpenOffice sie bei passenden Befehlen direkt anzeigt. Doch finde ich es sinnvoller, wenn der Vorlagen-Ordner im Dokumenten-Ordner liegt und wenn letzterer (zur besseren Navigierbarkeit in der Konsole) am besten abgekürzt wird als Doks.

~/.config/user-dirs.dirs

Gut, dass jeder Benutzer seine eigenen Lieblingsordner dahin legen kann, wo er möchte. Die Speicherorte dafür bestimmt die Datei ~/.config/user-dirs.dirs. Dort kann man seine Favoriten ändern. Meine Einstellungen sehen wie folgt aus:

# This file is written by xdg-user-dirs-update
# If you want to change or add directories, just edit the line you're
# interested in. All local changes will be retained on the next run
# Format is XDG_xxx_DIR="$HOME/yyy", where yyy is a shell-escaped
# homedir-relative path, or XDG_xxx_DIR="/yyy", where /yyy is an
# absolute path. No other format is supported.
# 
XDG_DESKTOP_DIR="$HOME/Desktop"
XDG_DOWNLOAD_DIR="$HOME/dw/new"
XDG_TEMPLATES_DIR="$HOME/Doks/Vorlagen"
XDG_DOCUMENTS_DIR="$HOME/Doks"
XDG_MUSIC_DIR="$HOME/Musik"
XDG_PICTURES_DIR="$HOME/Bilder"
XDG_VIDEOS_DIR="$HOME/Videos"
XDG_PUBLICSHARE_DIR="$HOME/"

Wie man sieht, brauche ich kein publicshare directory, im deutschen Nautilus angezeigt als „Öffentlich“, weswegen ich diesen Pfad einfach auf den Home-Ordner selbst verlinke. Ansonsten wird dieser Ordner jedes Mal neu erzeugt, auch wenn man ihn löscht!

Außerdem kann man hier auch den Desktop-Pfad ändern, was häufig angefragt wird.

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USEA #6 Terminal-Größe dauerhaft speichern

Montag, 6. Dezember 2010

Eine weitere Ubuntu-/GNOME-Standardeinstellung, die geändert werden muss, ist die Terminal-Größe, die für meinen Geschmack zu klein ausfällt.

Die Theorie

Die Syntax des GNOME-Terminals erlaubt es, beim Starten einer Instanz die gewünschten Geometrie-Einstellungen als Argument zu übergeben. Erwartet wird dabei folgende Form: BREITExHÖHE+XOFFSET+YOFFSET, wobei die Breite und Höhe in Buchstabenbreiten und -weiten interpretiert wird und die Offsets in Pixel. Meine Einstellung für ein angenehm großes Terminal sieht demnach so aus:

gnome-terminal --geometry=88x20+0+0

… für alle Terminals, bitte!

Natürlich möchte man ein solches Terminal nicht mit den genannten Werten aus einem anderen Terminal starten. Praktisch wäre es doch, wenn alle Terminals, auch die per Tastenkombination gestarteten, diese Einstellung standardmäßig und systemweit laden. Hier machen wir uns den GNOME-Dialog „Bevorzugte Anwendungen“ zu nutzen.
Terminal-Größe systemweit ändern
Trägt man hier im Reiter „System“ unter „Befehl“ unseren Befehl ein, wird jede Instanz – sofern nicht explizit anders angegeben – mit den übergebenen Werten gestartet.

Auto-Vervollständigung ausgetrickst

Ein kleines Detail gibt es noch zu beachten. Seit Ubuntu 10.10 Maverick deaktiviert der Dialog automatisch die Eingabefelder und ändert die Auswahlbox, sobald das Wort gnome-terminal eingegeben wurde. Austricksen lässt sich das ganze, wenn man zuerst den Rest eingibt und am Ende das magische Wort.

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USEA #5 Design auf root übertragen

Donnerstag, 11. November 2010

Um ein einheitliches Design zu erhalten, auch bei Programmen, die mit Administrationsrechten ausgeführt werden, muss man nicht groß zaubern. Genau genommen lässt sich das Erscheinungsbild für den root-Benutzer genauso leicht einrichten wie für andere Nutzer.

Über die Konsole zur GUI

Will man normalerweise Schriftarten, das Theme oder Ähnliches ändern, geht man häufig über das GNOME-Menü zu Einstellungen → Erscheinungsbild. Dies startet den Dialog gnome-appearance-properties. Weiß man das, hat man schon gewonnen. Über den Konsolenbefehl

sudo -u root gnome-appearance-properties

führt man dasselbe Programm mit Administrationsrechten aus. Alle Einstellungen, die nun getätigt werden, werden im root-Benutzerprofil gespeichert, also von Anwendungen, die mit diesen Rechten starten, auch gelesen. Stellt man nun die gleichen Werte ein wie beim aktiven Benutzer, sehen auch die Programme gleich aus.

User, die wie ich oft mit erweiterten Rechten arbeiten müssen, z. B. um irgendwelche Konfigurationsdateien außerhalb des Home-Ordners anzupassen, werden es begrüßen, nicht mehr für jeden einzelnen Editor die Schriftgrößen-Einstellungen manuell ändern zu müssen.

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USEA #4 Beim Schließen des Deckels: nichts

Sonntag, 7. November 2010

Keine Aktion beim Laptop zuklappen

Man kennt es: Schnell mit dem Laptop an einen anderen Tisch umziehen. Also alle Sachen packen, den Notebook-Deckel schließen und am neuen Ort alles wieder öffnen. Standby/Ruhezustand? Der lohnt sich für diese kurze Zeit nun wirklich nicht. Also ist auch dies eine der Ubuntu-Standard-Einstellungen, die ich sofort nach einer Neuinstallation anpasse.

Ignorier es doch einfach!

Vor Ubuntu 10.04 Karmic war unsere Wunscheinstellung auch nur zwei Klicks entfernt; nämlich unter System → Einstellungen → Energieverwaltung. Dort fand man ein Dropdown-Menü, das einem die Wahl für „Beim Schließen des Deckels“ ließ.
Nun ja, auch im aktuellen Ubuntu gibt es dieses Feld, aber nicht die Option „Ignorieren“. Diese muss – man ahnt es bereits – manuell per gconftool gesetzt werden.

gconftool-2 -s /apps/gnome-power-manager/buttons/lid_ac -t string "nothing"

Warum nicht Bildschirm abdunkeln?

Warum man nicht einfach die Option „Bildschirm abdunkeln“ wählt? Weil bei dieser Option alle Ausgabegeräte abgedunkelt werden. Nehmen wir ein Szenario, bei dem ein externen Monitor an ein Notebook angeschlossen ist. Schließt man nun den Deckel, wird erst mal auch der Monitor schwarz. Die einfachste Möglichkeit, dieses Verhalten abzustellen, ist eben der oben genannte Einzeiler.

Simplicity rules!

An dieser Stelle muss ich wieder Kritik gegenüber dem Vereinfachungswahn von Canonical/GNOME äußern. Sicherlich ist es sinnvoll, dem Benutzer nur die Einstellmöglichkeiten zu lassen, die er braucht, um so die Dialoge einfach und effizient zu halten. Doch war diese zusätzliche Option wirklich unnötig? Meiner Meinung nach nicht. Ich vermute, dass es nicht so wenige Desktop-Replacement-Systeme mit externem Monitor gibt. Und eine Abwägung zwischen dem Erhalten oder Weglassen dieser Wahlmöglichkeit und dem dadurch geschaffenen Zwang, in den Tiefen der gconf-Einstellungen herumzuwühlen, hätte dazu führen sollen, die Option zu belassen. Just my two cents.

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